Jörg Schindler: Stadt, Land, Überfluss (Rezension)

Trotz Weihnachtspause eine kleine Rezension:

Jörg Schindler, Spiegel-Journalist und Autor des Buches „Die Rüpelrepublik“, stellt in seinem Buch „Stadt – Land – Überfluss: Warum wir weniger brauchen als wir haben“ die These auf, dass wir unser ganzes Leben dem „Schneller, höher, weiter“-Diktum unterordnen und daran kranken. Wir brauchen von allem weniger. Weniger, von dem was wir tun. Und weniger Besitz.

Er arbeitet sich dabei an folgenden Themen ab:

  • Essen
  • Körperkult
  • Medizin
  • Arbeit
  • Reisen
  • Fußball
  • Autos
  • Shoppen
  • Kommunikation
  • Alltag

Diese kurzen Analysen verbindet er dann immer mit Beispielen von Menschen, die eine Alternative für sich gefunden haben.

Soweit, so gut.

In den meisten Punkten kann ich Schindler zustimmen. Allerdings bleibt sein Buch an der Oberfläche. Sowohl in der Analyse der jeweiligen Oberthemen als auch bei den Alternativen.

In fast allen Punkten kann man ihm zustimmen. Wir kaufen zu viel, unsere Autos werden immer größer, wir arbeiten zu viel usw.

Aber über diese Allgemeinplätze schafft er es kaum hinauszukommen. Eine tiefgehende Analyse fehlt.

Ebenso bei den Alternativen. Beispiele von Menschen, die für sich einen anderen Weg eingeschlagen haben, lesen sich ganz sympathisch. Sind aber eben lediglich individuelle Lösungen und lösen nicht das Problem an sich. Auch hier fehlt mir eine tiefere Analyse.

Insgesamt ein nettes Buch, das man gut lesen kann. Kritisch denkende Menschen werden sich hier bestätigt finden. In einzelnen Punkten fand ich Schindlers Analyse allerdings zu negativ (z.B. bei den sozialen Netzwerken). Manko an dem Buch ist seine Oberflächlichkeit.

Wer sich dafür interessiert, kann es hier kaufen:

Artikelbild:

Robert Agthe – Outdoor Bücher (Lizenz CC BY 2.0)

Philipp Tessin

Ich bin seit über 20 Jahren im Gesundheitswesen tätig und passionierter Läufer. Da viele Parallelen zwischen Ausdauersport und Führung existieren, verbinde ich diese beiden Themen und gebe mein Wissen als Führungskraft und als Läufer in diesem Blog weiter.

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2 Replies to “Jörg Schindler: Stadt, Land, Überfluss (Rezension)”

  1. Hallo Phlipp, ich glaueb, einen Satz solltest Du noch einmal überarbeiten: „Ebenso bei den Alternativen. Beispiele von Menschen, die für sich einen anderen Menschen eingeschlagen haben, lesen sich ganz sympathisch.“ 🙂 Gruß, Ronald

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